Ein Interview mit Ekaterina.

Was genau steckt hinter dem Konzept von Helping Hotels?

Es ist simpel. Derzeitig plant Berlin ein Corona Krankenhaus und mir ist einfach aufgefallen, dass es vielleicht noch eine andere Idee gibt, wie wir an leere Betten kommen…Ich finde, wir benötigen bei dem aktuellen Status der Ausbreitung des Coronavirus schnelle, effektive und umsetzbare Lösungen. Folgende Punkte spielen hierbei eine sehr wichtige Rolle: Solidarität, Hilfbereitschaft und Nutzung von vorhandenen Kapazitäten.

Und hier kommen nun die Hotels, Hostels und sonstige Unterkunftsmöglichkeiten (Sporthallen, große Gewerberäume) in Berlin ins Spiel. Wir haben in der Hauptstadt mehr als 150.000 Betten, die im Normalfall mit Touristen und Geschäftsleuten aus aller Welt gefüllt sind, nun aber nahezu komplett leerstehen. Warum nun nicht diese Zimmer nutzen, um dort Personen, die zu einer Risikogruppe gehören (ältere Leute, Leute mit Vorerkrankungen oder Personen, die gerade aus Krankenhäusern entlassen wurden und daher auch noch immungeschwächt sind) so zu isolieren und damit auch den Experten-Empfehlungen zu folgen? Nach dem Motto: flatten the curve (Abflachung der Infektionskurve)

Klingt logisch. Wer würde bei diesem Projekt mitmachen?

Seit dem 6. März 2020 bin ich dabei, nach dem Entwurf eines Grundkonzeptes, mit der Hotellerie, den Hotelverbänden und Führungskräften der Branche zu sprechen. Von vielen wurde Interesse bekundet, viele sind natürlich auch gerade selbst dabei, Notfallpläne für die nächsten Wochen zu erstellen…deshalb ist es momentan auch nicht ganz einfach Gehör zu finden. Dennoch konnte ich Hotels wie das Adlon, Mercure Hotel, Moa Berlin, Hotel Indigo, Holiday Inn sowie die One 80 Hostels von Konzept und Ansatz überzeugen. Auch der Hauptgeschäftsführer der DEHOGA in Berlin, Thomas Lengfelder, war von der Idee sehr angetan und leitete es direkt an die Senatsverwaltung für Gesundheit Pflege und Gleichstellung weiter. Nun geht es darum weitere Partner zu gewinnen, Hotels davon zu überzeugen an einem Strang zu ziehen und so einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Hoffentlich mit Unterstützung von Land und Bund. So können dann nämlich auch Insolvenzen verhindert werden.

Gab es solche Konzepte schon mal?

Hotels in Krisenzeiten als Krankenhäuser zu nutzen gab es tatsächlich bereits in der Vergangenheit, auch in Berlin. Mein Ansatz ist aber ein anderer: Es ist wichtig zu verstehen, dass wir NICHT infizierte Personen mit dem Covid 19 Coronavirus in den Hotels unterbringen möchten, sondern besonders Gefährdete, damit sie isoliert und sicher leben können. So lässt sich auch die Kurve der Infizierten strecken. Und das ist wichtig, um in unserem Land die medizinische Versorgung zu gewährleisten und damit die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

Wie kann man sich die Umsetzung vorstellen?

Wir wollen die freien Hotelkapazitäten als temporäre Unterkünfte für Personen die einer Risikogruppe zugehörig sind nutzen. Dabei ist eine Zusammenarbeit der Hotels bei der Schaffung von „Lebensraum“ und Koordination notwendig. Ebenso wie die Einbindung des Senats, der Charité und des Robert-Koch-Instituts. Am Ende muss ein Notfallpaket für eine Sicherstellung von Grundversorgung bzw. Fixkosten stehen. Gegebenenfalls müsste auch die Pflege- und Gesundheitsbranche eingebunden werden, da gerade ältere Leute zu dieser Risikogruppe gehören, die unter anderem Krankengymnastik etc benötigen. An einem zentralen Ort wie einem Hotel könnten diese Maßnahmen sehr effektiv und effizient umgesetzt werden.

Warum ist dir dieses Konzept so wichtig?

Zwei Faktoren haben mich zu diesem Schritt bewogen : Zum einen war und ist es mir immer schon wichtig gewesen einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten  – ob mit Spendenaktionen oder direkter Hilfe für Menschen, die es in Deutschland nicht so einfach haben. Aber auch der berufliche Aspekt war sehr prägend. Mein “Hauptstandbein” als Selbständige liegt in der Veranstaltungsbranche. Der Shut-Down hat mich selbst stark getroffen und freie, zeitliche Kapazitäten erzeugt.

Henry Ford hat mal gesagt: Zusammenkommen ist ein BEGINN, Zusammenbleiben ist ein FORTSCHRITT und Zusammenarbeiten ist ein ERFOLG. Diesen Erfolg brauchen wir und zwar jetzt! Schnell und ohne den umständlichen Weg über die unzähligen Entscheidungsebenen machen zu müssen, um die Leute in unserer Gesellschaft zu schützen, die es am ehesten durch den Virus treffen könnte. Damit helfen wir nicht nur den Betroffennen, sondern auch dem Umfeld -mit Solidarität, schnellen Lösungen und Zusammenhalt für Deutschland.

Abschließend kann ich nur nochmal appellieren: Alle die es können, bleibt zu Hause, um die Kurve der Infizierten zu strecken. Hotels und Unterstützer, bitte meldet euch, damit wir den Gefährdeten schnellstens helfen können. Und an alle der Risikogruppe: Meldet euch auch gerne, wenn ich die Idee gut findet und ihr ein solches Angebot gerne wahrnehmen würdet.

Ekaterina Inashvili

Hallo, ich bin Ekuna!

Ekuna heisst auf georgisch Ekaterinchen.

Ich bin 34 Jahre alt und komme ursprünglich aus Georgien. Seit 27 Jahren bin ich in Deutschland, seit 1994 in Berlin beheimatet.

Selbständig bin ich gefühlt, seit ich denken kann. Bereits mit fünf Jahren zog ich mein erstes “Business” mit dem Verkauf von Limonade und Tee auf. Inzwischen umfassen meine Tätigkeiten auch folgende Bereiche: Medien, Marketing, PR, Veranstaltungsmanagement, Fashion, Hotellerie und Gastronomie.

Nun haben wir März 2020. Ich lebe immer noch hier und liebe das Land und die Leute. Und mir war es bei allem, was ich in den letzten Jahre gemacht habe, immer wichtig, die Menschen zusammenzubringen und diejenigen zu unterstützen, denen es nicht so gut geht. So habe ich bei all meinen Vorhaben versucht Spaß und Nachhaltigkeit zu verbinden. Durch Spendensammlungen, Charity-Fashion-Shows oder den Verkauf in einem eigenen Second-Hand-Store gelang es mir so, ein wenig Unterstützung an die Gesellschaft zurückzugeben.

So soll es weiterhin bleiben. Darum bitte ich Sie: Lassen Sie uns gemeinsam helfen und was Gutes tun!

#Wirbleibenzuhause – Für die Leute, die “isoliert” und geschützt werden sollten, damit sie sich nicht anstecken, heißt es nun #HelpingHotels . Aus Solidarität und Hilfsbereitschaft für Deuschland und die Gesellschaft.


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Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG

Helping Hotels
Ekaterina Inashvili
Danckelmannstr. 32
14059 Berlin

Kontakt
Telefon: +49 (1) 78 55 37 948
E-Mail: kontakt@helping-hotels.de

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz:
Steuer-Nr. 13/358/00457 / Finanzamt Charlottenburg

Design & Umsetzung: Ruth-Alexandra Jung

Foto Copyrights : By Rhema Kallianpur on Unsplash

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Quelle: https://www.e-recht24.de

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 Johann Wolfgang von Goethe